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Zu viel Körperfett? Bewegung hilft!

Erhöhte Blutfettwerte stellen auf Dauer ein hohes Gesundheitsrisiko dar. Sie zu normalisieren, ist eine Frage des Lebensstils. Dazu gehört auch ausreichend Bewegung. Wie genügen Aktivität die Blutfette senken kann, verrät Sportwissenschaftler Professor Dr. Hans Bloss in der aktuellen Ausgabe des Apotheken Magazins.  

Herr Professor Bloss, wie normalisiert Sport die Blutfettwerte?
Bloss:
Ich verwende ganz bewusst eher den Begriff Bewegung, denn um die Blutfettewerte zu senken, muss man keinen Leistungssport betreiben. Mit der richtigen Bewegung steigen die guten HDL-Werte um ein bis zehn Prozent. Gleichzeitig sinkt LDL. Insgesamt verringert sich der Fettanteil im Körper und indirekt wirkt sich auch die Gewichtsabnahme durch Bewegung positiv auf die Blutfettwerte aus.  

Welche Sportarten oder Bewegungen eignen sich?
Bloss:
Für die positive Wirkung auf Blutfettwerte und das Herz-Kreislauf-System ist vor allem regelmäßige Ausdauerbewegung entscheidend. Dazu eignen sich Ganzkörpersportarten wie Nordic Walking, Schwimmen, Skilanglauf und Rudern. Das gilt auch für Crosstrainer und Rudergerät. Nicht optimal, aber immer noch gut wirken Jogging, Radfahren und Tanzen.  

Was sollte man bei der Ausführung der Sportarten beachten, um die Lipidwerte maximal zu senken? 
Bloss:
Es handelt sich um einen Dreiklang: Man achtet auf Häufigkeit, Intensität und Dauer. Den Goldstandard erreicht man mit 45-minütigen Bewegungseinheiten alle zwei Tage. Mindestens braucht man aber 15 Minuten pro Ausdauereinheit. Mit der richtigen Intensität trainiert man, wenn der Puls über die gesamte Zeit pro Minute bei 180 minus Lebensalter liegt. Mit dieser Formel kann man gar nichts falsch machen. Bei Vorerkrankungen und beim ersten Training empfehle ich aber unbedingt, zuerst zum Arzt zu gehen, der den Gesundheitsstatus überprüft. Gibt der Arzt grünes Licht, kann es losgehen.   

Wie lange dauert es, bis erste Erfolge eintreten?
Bloss:
Den Erfolg schätzt man häufig mit dem Verhältnis von LDL zu HDL ein. Das Verhältnis verbessert sich unter den oben beschriebenen Aktivitäten innerhalb von vier bis sechs Wochen.

Außerdem in diesem Heft: Promi-Interview mit Bärbel Schäfer: „Einsamkeit ist ein Tabu“ +++ Was Vitamin B alles kann +++ Wie Meditation heilen kann

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