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Wintersport trotz Diabetes

Diabetiker können im Prinzip jeder Sportart nachgehen, die ihnen Spaß macht. Im Winter gilt es jedoch, ein paar Dinge zu beachten. Das Apotheken Magazin gibt in seiner aktuellen Ausgabe Expertentipps zur Insulin-Therapie.  

Ulrike Thurm, Diabetesberaterin und Sportwissenschaftlerin, empfiehlt:  

Fragen mit dem Arzt klären: Wissen Sie, wie sich der Blutzucker grundsätzlich bei mehr Bewegung verhält? Haben Sie Ihre Therapie schon individuell für sportliche Aktivitäten angepasst? Besprechen Sie offene Fragen vorab mit Ihrem Diabetesteam.

Temperatur mit einbeziehen: Eine kalte Umgebung fordert mehr Energie. Der zu erwartende Blutzuckerabfall wird deutlicher ausfallen als bei angenehmen 25 Grad Celsius. Menschen, die den Diabetes mit Insulin behandeln, sollten immer mit erhöhten Werten in die körperliche Aktivität gehen. Etwa mit 150 bis 180 mg/dl und steigender Glukosetendenz.

Regelmäßig messen: Bei anstrengenden Sportarten wie Skilanglauf, Skitouren oder ambitioniertem Abfahrtslauf am besten etwa alle 20 Minuten den Glukosewert checken. Das fällt mit modernen Geräten zur kontinuierlichen Glukosemessung deutlich leichter. Auch bei Typ-2-Diabetes und intensivierter Insulintherapie lässt sich ein solches Gerät als Kassenleistung beantragen.

Nächtlichen Unterzucker vermeiden: Während des Sports braucht der Körper mehr Glukose, die teils aus den Speichern von Muskeln und Leber stammt. Diese Speicher leeren sich zum Ende eines Sporttages. Um eine Unterzuckerung zu vermeiden, unbedingt die Basalrate oder das Verzögerungsinsulin zur Nacht sowie eventuell das Mahlzeiteninsulin reduzieren und mit etwas erhöhten Werten zu Bett gehen.

Vorsicht bei zusätzlichem Konsum von Alkohol: Nicht jeder verfügt über eine Schulung und ausreichende Erfahrung in der Therapieanpassung bei Alkohol in Verbindung mit Sport. Deswegen sicherheitshalber eher auf den Drink verzichten.  

Außerdem in diesem Heft: Das E-Rezept ist da! ++ Die größten Diätfehler +++ Interview mit Yvonne Catterfeld

> Mehr darüber lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Apotheken Magazins