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Welcher Diabetestyp sind Sie?

Nach neuesten Erkenntnissen gliedert sich der sogenannte Typ-2-Diabetes in mehrere Untergruppen. Die Kenntnis darüber könnte für die Zukunft eine wichtige Rolle bei Behandlung und Prävention spielen. Die aktuelle Ausgabe des Apotheken Magazins informiert. 

Ein Diabetes Typ 2 verläuft nicht immer gleich. Während manche Menschen fast ohne Beschwerden bleiben, entwickeln andere schwere Schäden an Augen, Nieren oder Füßen. Auch die Wirkung von Insulin oder Antidiabetes-Medikamenten unterscheidet sich von Mensch zu Mensch. Schwedische Wissenschaftler sowie Forscher des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD) haben daher verschiedene Untergruppen des Diabetes identifiziert. Um die einzelnen Gruppen zu bilden, zogen sie neben dem Langzeitblutzuckerwert HbA1c auch das Alter bei Diagnose, das Körpergewicht, spezielle Antikörper im Blut sowie die Insulinwirkung und -ausscheidung heran. Dabei ergaben sich fünf Gruppen. 

5 bis 17 Prozent schwerer Autoimmundiabetes: junge Erwachsene, insulinproduzierende Zellen zerstört, ähnelt Typ-1-Diabetes.

9 bis 20 Prozent schwerer insulinmangelbetonter Diabetes: meist jung und schlank, keine Autoimmunreaktion gegen insulinproduzierendende Zellen, dennoch Insulinmangel 

11 bis 17 Prozent schwerer insulinresistenzbetonter Diabetes: meist übergewichtig, hohe Blutzuckerwerte, wenig Reaktion auf Insulin 

Etwa 20 Prozent moderater Übergewichtsdiabetes: meist stark übergewichtig, aber sonst wenig Stoffwechselprobleme 

Etwa 45 Prozent moderater Altersdiabetes: Symptome beginnen später als bei anderen Gruppen 

Während die ersten drei Subtypen ein hohes Risiko für Folgeschäden aufweisen, kennzeichnet die letzten beiden ein eher milder Krankheitsverlauf. Hier möchten Wissenschaftler und Ärzte in Zukunft ansetzen. Ziel ist es, Warnzeichen rechtzeitig zu erkennen und mit geeigneten Therapien bestmöglich gegenzusteuern. Wer an der Deutschen Diabetes Studie des DZD teilnimmt, bekommt übrigens die Möglichkeit, Spätfolgen frühzeitig zu entlarven. Zugelassene Therapieverfahren werden parallel verglichen. Nähere Informationen gibt es unter: https://t1p.de/Diabetes-Studie 

Außerdem in diesem Heft: Diese Blüten heilen +++ Interview mit Wolfgang Niedecken: „Ich denke noch lange nicht ans Aufhören“ +++ Was tun bei Lieferengpässen von Arzneimitteln?

> Mehr darüber lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Apotheken Magazins