Hebel-Apotheke, Center-Apotheke, Schlössle-Apotheke

Was würden Sie wählen, Karotte oder Schokoriegel?

Für welches Lebensmittel entscheiden wir uns? Das hängt offenbar vom Kontext ab, in dem es präsentiert wird.

© karepa – stock.adobe.com

Fr. 11. Januar 2019

Für welches Lebensmittel wir uns entscheiden, hängt davon ab, in welchem Zusammenhang es uns präsentiert wird: Haben wir die Wahl zwischen einer Karotte und einem Schokoriegel, nehmen wir eher den Riegel. Ist die Karotte aber allein unter ungesunden Lebensmitteln, sieht das anders aus.

Anzeige

Wenn hungrige Studienteilnehmer die Wahl zwischen einem gesunden und einem ungesunden Lebensmittel hatten, z. B. Keksen oder Lachs, dann entschieden sie sich häufiger für die ungesunde Variante. Wurden aber beide Wahlmöglichkeiten mit einem weiteren ungesunden Lebensmittel kombiniert, also z. B. Lachs und Keks oder Keks und Schokoriegel, so entschieden sich die Teilnehmer doppelt so häufig für die Option mit dem Lachs.
Die Studienautoren nehmen an, dass das gesunde Nahrungsmittel im zweiten Experiment allein unter den ungesunden war und deshalb mehr Aufmerksamkeit auf sich zog. Dafür sprach auch die Analyse der Augenbewegungen.

Sie spekulieren, dass eine veränderte Anordnung von Lebensmitteln in Geschäften positive Effekte haben könnte: “Wenn die Menschen eine Wand aus Kohl und Brokkoli sehen, erscheint es ihnen wenig attraktiv. Momentan sind die Lebensmittel sehr getrennt: Hier sind Obst und Gemüse, dort die Schokoriegel. Aber wenn wir etwas Gesundes in die Mitte des Regals mit den Süßigkeiten legen, könnte dies die Leute vielleicht dazu bringen, es auszuwählen,” so Studienautorin Nicolette Sullivan.

Da Übergewicht und Adipositas zunehmen, stellten sich die Autoren der Untersuchung die Frage, welche Faktoren die Wahl von Lebensmitteln beeinflussen. Dafür luden sie 79 junge Erwachsene ein, die vorher vier Stunden lang nichts gegessen hatten. Dann stellten sie sie vor die Wahl gesunder und ungesunder Lebensmittel in unterschiedlichen Kombinationen.

ZOU

Weiter zu Quelle dieses Artikels auf aponet.de