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Was ist eine Thrombozytopenie?

Jeder Mensch hat zwischen 150.000 und 450.000 Thrombozyten (Blutplättchen) pro Mikroliter Blut. Thrombozyten spielen in unserem Körper vor allem für die Blutgerinnung eine wichtige Rolle. Wenn der Wert von 150.000 Blutplättchen unterschritten wird, spricht man von einer Thrombozytopenie (Thrombopenie). Der Begriff beschreibt also einen Mangel an Blutplättchen. Das Gegenteil einer Thrombozytopenie wird als Thrombozytose bezeichnet.

Funktion der Thrombozyten

Unser Blut setzt sich aus einem flüssigen Bestandteil, dem Blutplasma, und verschiedenen festen Bestandteilen, den Blutzellen, zusammen. Insgesamt gibt es im Blut drei Arten von Blutzellen: die Erythrozyten (rote Blutkörperchen), die Leukozyten (weiße Blutkörperchen) und die Thrombozyten (Blutplättchen).

Die Thrombozyten sind vor allem für unsere Blutgerinnung von entscheidender Bedeutung: Wird ein Gefäß verletzt, verschließen die Thrombozyten die verletzte Stelle, indem sie sich von innen an die Gefäßwand sowie aneinander lagern. Durch die Aktivität der Thrombozyten entsteht bei offenen Verletzungen der Wundschorf. Im Normalfall dauert dieser Vorgang nicht länger als sechs Minuten.

Symptome bei einer Thrombozytopenie

Wird der Wert von 150.000 Blutplättchen pro Mikroliter Blut unterschritten, macht sich dies zunächst nicht bemerkbar. Denn auch bei deutlichen niedrigeren Thrombozyten-Werten reagiert der Körper zunächst nicht mit Ausfallerscheinungen. Die Thrombozytopenie macht sich jedoch dadurch bemerkbar, dass die Verschließung von kleineren Verletzungen länger als üblich, das heißt länger als sechs Minuten, dauert.

Charakteristisch für eine Thrombozytopenie ist eine erhöhte Blutungsneigung der Betroffenen.  Typische Symptome sind beispielsweise kleine Hautblutungen (petechiale Hautblutungen) in der Unterhaut. Darüber hinaus kann es auch häufiger zu Nasen- und Zahnfleischbluten sowie zu blauen Flecken kommen. Bei extrem niedrigen Thrombozytenwerten (<30.000) nimmt die Blutungsneigung weiter zu und es treten gehäuft Blutungen der Schleimhäute auf. In besonders schweren Fällen kann es auch zu inneren Blutungen kommen.

 

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