Hebel-Apotheke, Center-Apotheke, Schlössle-Apotheke

Telepharmazie als neuer Weg in die Apotheke

Sich in der Apotheke vor Ort beraten lassen – für viele ist das selbstverständlich. Aber wenn der Weg dorthin beschwerlich oder gar unmöglich wird? Dann gibt es neben dem Telefon heutzutage weitere Möglichkeiten, informiert die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe. 

Per App zur pharmazeutischen Beratung – das vermindert nicht nur in Pandemie-Zeiten die Zahl der persönlichen Kontakte. Es ermöglicht vor allem Patienten, die nicht selbst in die Apotheke kommen können, eine umfassende pharmazeutische Beratung – sei es aufgrund höheren Alters, einer Erkrankung oder als Elternteil mit einem kranken Kind daheim. Das berichtet Apothekerin Margit Schlenk, Moritz-Apotheke Nürnberg und Gründerin von Apomondo, im Gespräch mit der Neuen Apotheken Illustrierten. Apomondo bietet die technischen Voraussetzungen, mit denen Vor-Ort-Apotheken und Patienten per Bildschirm ins Gespräch kommen können. 

Anders als am Telefon kann sich der Apotheker oder die PTA im Rahmen der Telepharmazie etwa den Hautzustand des Patienten ansehen oder sich die Anwendung von Arzneimitteln wie Asthmasprays oder Insulinpens zeigen lassen, um auf mögliche Anwendungsfehler aufmerksam zu machen. Auch ein Medikations-Check oder eine ausführliche Beratung zu Ernährung und Bewegung, wie sie für Patienten mit Diabetes oder erhöhten Harnsäurewerten wichtig ist, können so erfolgen. Dass die Beratung ohne Maske von Angesicht zu Angesicht möglich ist, empfinden viele Patienten als wohltuend. 

Zum technischen Hintergrund: Grundlage bildet eine App, die sich die Patienten auf ein Handy, Tablet oder den Laptop/PC herunterladen. Wichtig sind eine Kamera und ein Mikrofon. Für das Gespräch können sie mit einer Apotheke vor Ort einen Termin wählen. Sie erhalten dann von der Apotheke einen Einwahl-Link und einen Code, den sie eingeben. Alles findet auf Servern in Deutschland statt und entspricht den hiesigen Vorschriften in Sachen Datensicherheit. 350 Apotheken bieten dies bereits an, Tendenz steigend. 

Außerdem in diesem Heft: Metformin als Anti-Aging-Hoffnung +++ Der Weg zum Diabetes-Warnhund +++ Tattoo-Farben nicht immer unbedenklich

> Mehr darüber lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der “Neue Apotheken Illustrierte”