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Sorglos und barrierefrei reisen

Schnell den Koffer packen und los geht’s: Das wünschen wir uns, wenn wir verreisen. Wer von einer chronischen Erkrankung betroffen oder nach einem Schlaganfall weniger mobil ist, braucht jedoch Unterstützung. Zertifizierte Angebote können helfen, empfiehlt das Apotheken Magazin in seiner aktuellen Ausgabe.  

Damit es vor Ort keine bösen Überraschungen gibt, weil etwa das Badezimmer im Hotel doch zu klein für den Rollstuhl ausfällt, hat das Deutsche Seminar für Tourismus (DSFT) Berlin die Internetseite „Reisen für Alle“ eingerichtet. Diese – gefördert vom Bundeswirtschaftsministerium – bietet einen Überblick über derzeit rund 2.500 geprüfte Urlaubs- und Ausflugsideen in Deutschland. Es finden sich dort nicht nur barrierefreie Hotels, sondern auch Vorschläge für Museumsbesuche, Trips in die Natur oder in eine Stadt, die man vielleicht schon immer mal besichtigen wollte.  

Rolf Schrader ist Geschäftsführer des DSFT und Leiter des Projektes „Reisen für Alle“. Er erklärt, auf welcher Basis ein Zertifikat für Barrierefreiheit vergeben wird: „Unsere mehr als 350 geschulten Prüfer schauen sich beispielsweise im Hotel die Höhe der Betten oder die barrierefreie Gestaltung der Badezimmer an. Eine Zertifizierungsstelle bewertet und beschreibt dann den Betrieb für mobilitäts- und sinnesbeeinträchtigte Menschen. Außerdem muss sich eine von uns ausgebildete Person im Betrieb mit dem Thema befassen.“  

Die Prüfkriterien wurden zusammen mit den Betroffenen-Verbänden erarbeitet. Auf der Homepage www.reisen-fuer-alle.de kann man Kategorien von Campingplatz bis Freibad ebenso auswählen wie das Bundesland und die gewünschte Ferienregion. Anhand von Filtern wie „Parkplatz/WC für Menschen mit Behinderung“ gelangen die Nutzer zu den Angeboten, die zu ihren Bedürfnissen passen sollten. Dabei tauchen nicht alle Punkte auf, die im Urlaub eine Rolle spielen. So gelten etwa Angaben wie „glutenfreie Kost“, die zum Beispiel Allergiker benötigen, als Selbstauskunft des Betriebs. „Das können wir nicht garantieren, schnell ist ja die Speisekarte geändert oder der Koch wechselt“, sagt Rolf Schrader.  

Für drei Jahre gilt das Zertifikat von „Reisen für Alle“, danach ist eine Aktualisierung nötig. Schrader: „Wir streben an, dass es überall dort, wo man sich über Reisen informiert, verlässliche Informationen für Menschen mit Beeinträchtigung gibt.“  

Außerdem in diesem Heft: Zecken richtig entfernen +++ Promi-Interview mit Mirja du Mont: „Nicht immer funktionieren müssen“ +++ Pro & Contra: Abnehmen mit Shakes

> Mehr darüber lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Apotheken Magazins