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Schluss mit trockener Diabetes-Haut

Menschen mit Diabetes neigen oft zu trockener Haut. Welche Pflege der Haut dann guttut, verrät der Apotheker und Hautexperte Dr. Joachim Kresken in der aktuellen Ausgabe des Apotheken Magazins.

Zum Duschen oder Händewaschen empfiehlt Kresken schwach saure Syndets, die gleichzeitig gut hautverträgliche Tenside enthalten. Klassische Seifen sollte man nicht verwenden, da Seifenrohstoffe auf der Hautoberfläche zu pH-Verschiebungen beitragen und so den Säureschutzmantel der Haut angreifen können.

Für die Pflege gibt der Apotheker folgenden Tipp: „Auch wenn das Eincremen mit fettreicheren und weniger Wasser enthaltenden Lotionen etwas länger dauert – es lohnt sich. Eine sehr elegante Darreichungsform sind Schaumpräparate, da sie schnell einziehen und sich gut verteilen lassen.“ Als Inhaltsstoff punktet Harnstoff: „Der oft als Urea bezeichnete Harnstoff kann in Konzentrationen von 5 bis 10 Prozent Wasser länger in der Haut halten und ist deshalb bei trockener Haut sinnvoll. Seine Wirkung kommt jedoch nur in fettreicheren Produkten zum Tragen. Sinnvoll in Gesichtspflegepräparaten für trockene Haut ist auch niedermolekulare Hyaluronsäure. Sie bindet schon in Konzentrationen von 0,2 bis 0,4 Prozent große Mengen Wasser in der Haut.“ Stark wasserhaltige Öl-in-Wasser-Emulsionen eignen sich bei trockener Haut nicht. Sie regen nämlich den transepidermalen Wasserverlust an und sorgen dadurch dafür, dass die Restfeuchte aus der Haut auch noch verdunstet. 

Bei trockener Haut kann Juckreiz sehr belastend sein. Was hilft im akuten Fall? Kresken: „Bei akutem Juckreiz mit Hautrötungen und Wärmebildung sollte kurzfristig ein stark wasserhaltiges Pflegeprodukt benutzt werden. Angenehm sind auch feuchte Umschläge oder Kältepads. Juckreiz in den Zehenzwischenräumen kann ein Hinweis auf Pilzbefall sein. Hier empfiehlt sich ein Behandlungsversuch mit einem nicht verschreibungspflichtigen Fußpilzmittel aus der Apotheke. Wenn Juckreiz und Rötungen durch die genannten Maßnahmen nicht abklingen, sollten Menschen mit Diabetes unbedingt einen Arzt aufsuchen.“

Außerdem in diesem Heft: Mehr Ruhe im Tinnitus-Ohr +++ Interview mit Malaika Mihambo: „Meditation hilft mir, mich zu fokussieren“ +++ Ist bio wirklich besser?

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