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Schlechter Schlaf: Was hält uns wach?

Schlafstörungen sind keine Seltenheit: Immer mehr Menschen haben Probleme mit dem Ein- und Durchschlafen.

© iStock.com/patat

Mo. 12. August 2019

Viele Menschen leiden unter Schlafstörungen und machen vielfältige Ursachen wie Alkohol, Koffein oder Nikotin dafür verantwortlich. Wissenschaftlich untersucht wurden diese Ursachen aber kaum. Die neue “Jackson Heart Sleep Study” zeigt nun, auf was man vor dem Schlafengehen tatsächlich besser verzichten sollte.

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Die Ergebnisse der Studie, die in der Fachzeitschrift Sleep veröffentlicht wurden, bringen Kaffeeliebhabern eine gute Nachricht: Die Forscher fanden keinen Zusammenhang zwischen dem Konsum von Koffein innerhalb von vier Stunden vor dem Zubettgehen und einem gestörten Schlaf. Sie machen aber darauf aufmerksam, dass es individuelle Unterschiede in der Koffeinsensitivität und -toleranz geben könnte.

Für Raucher und alle, die abends gern Alkohol trinken, sehen die Ergebnisse nicht so positiv aus. Nikotin- sowie Alkoholkonsum innerhalb von vier Stunden vor dem Schlafengehen führten zu mehr Schlafunterbrechungen. Ein weiterer Grund mit dem Rauchen aufzuhören: Nikotin wurde am stärksten mit Schlafstörungen in Verbindung gebracht. Bei Teilnehmern mit Schlafproblemen war der abendliche Nikotinkonsum mit einer durchschnittlich 42,47 Minuten kürzeren Schlafdauer verbunden.

Die neue Studie ist eine der bislang größten Untersuchungen zu den Auswirkungen eines abendlichen Konsums von Alkohol, Koffein und Nikotin auf den Schlaf in natürlicher Umgebung. Schlaflosigkeit kann eine Reihe von gesundheitlichen Folgen haben, darunter Herzerkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes und sogar bestimmte Krebsarten.

Mit Hilfe von Aktivitätssensoren und Schlaftagebüchern untersuchten die Forscher Zusammenhänge zwischen dem abendlichen Konsum von Alkohol, Koffein sowie Nikotin und der Schlafdauer, der Schlafqualität und nächtlichem Aufwachen. An der Studie nahmen 785 Personen teil und zeichneten insgesamt 5.164 Tage auf.

ZOU

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