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Mehr Ruhe im Tinnitus-Ohr

Ohrgeräusche können sehr belastend sein. Ihre Ursachen sind genauso vielfältig wie ihre Behandlungsmöglichkeiten. Nicht alle Therapieansätze lassen sich wissenschaftlich belegen. Das Apotheken Magazin informiert in seiner aktuellen Ausgabe über den derzeitigen Stand der Therapie.

„Lange Zeit wurden Infusionen in die Vene gegeben, doch davon ist man abgekommen. Studien zeigten keine langfristigen Effekte“, sagt Dr. Michael Deeg, Sprecher des Berufsverbandes der HNO-Ärzte. Tritt der Tinnitus akut auf, behandelt man ihn heute in der Regel kurzfristig mit Kortison in Tablettenform. Ist das Ohrgeräusch chronisch geworden, kommen viele Patienten immer wieder zum HNO-Arzt, um sich beraten zu lassen. „In diesen Gesprächen kann es zum Beispiel darum gehen, wie sich Verspannungen lösen lassen oder ein Diabetes gut einstellen lässt, um diese Ursachen als Quellen von Ohrgeräuschen auszuschließen. Wenn der Tinnitus dazu führt, dass man nicht mehr schlafen kann, können Antidepressiva aus einer Abwärtsspirale heraushelfen“, erklärt Deeg.

Er sieht eine sogenannte kognitive Verhaltenstherapie als guten Ansatz für eine wirksame Behandlung an. Häufig wird sie in einer sogenannten Tinnitus Retraining Therapie (TRT) mit anderen Methoden kombiniert. Das bedeutet: Patienten setzen sich mithilfe eines HNO-Arztes, eines Psychologen und eines Akustikers mit den Ursachen für ihr persönliches Ohrgeräusch auseinander und finden Strategien, um sich davon abzulenken. „Ziel ist es, besser mit dem Ohrgeräusch umzugehen und es im besten Fall aus der Wahrnehmung zu verdrängen“, so der Experte.

Außerdem in diesem Heft: Schluss mit trockener Diabetes-Haut +++ Interview mit Malaika Mihambo: „Meditation hilft mir, mich zu fokussieren“ +++ Ist bio wirklich besser?

> Mehr darüber lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Apotheken Magazins