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Jetzt wieder zum Arzt gehen!

Während der harten Lockdown-Phasen haben viele Diabetiker ihre sonst üblichen Arztbesuche verschoben. Wer dann lange nicht mehr zur Kontrolle war, sollte schnell einen Termin vereinbaren, fordert die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe auf. 

Es gibt wichtige Arzttermine, die man als Diabetiker am besten nicht auf Dauer sausen lässt. Die vierteljährliche Kontrolle der Diabetes-Therapie beim Hausarzt oder dem Diabetologen gehört unbedingt dazu. Dr. Dorothea Reichert, Fachärztin aus Landau, fallen gleich mehrere Gründe dafür ein. Zunächst: »Die Pandemie führte im Schnitt zu weniger Bewegung, einer Gewichtszunahme und der Tendenz, dass sich die Blutzuckereinstellung eher verschlechtert. Das ist ein schleichender Prozess, den man nicht gleich spürt. Deswegen sind die Kontrolltermine so wichtig. Man weiß: Je schlechter der Diabetes eingestellt ist, umso höher die Risiken, wenn man tatsächlich an Covid-19 erkrankt.« 

Doch nicht nur das Corona-Virus selbst birgt Gefahren: »Ein schlecht eingestellter Diabetes führt auch zu einer ungünstigen Langzeitprognose. Bei ein, zwei Monaten ist das nicht so schlimm, aber jetzt läuft die Pandemie schon über ein Jahr. Und über einen so langen Zeitraum wirken sich die Werte dann schon auf Folgeerkrankungen aus«, warnt die Diabetologin. »Ein sehr schlecht eingestellter Diabetes kann auch akute Gesundheitsprobleme bedingen.«

Ein großes Problem sieht die Ärztin darin, dass in der Pandemie die Verpflichtung zur Teilnahme an Kontrollterminen und Schulungen im Rahmen der Disease Management Programme (DMP) der Krankenkassen aufgehoben war. Die DAK meldet außerdem, dass sich im ersten Quartal 2021 rund 30 Prozent weniger Menschen in das DMP für Typ-2-Diabetes eingeschrieben haben als im Vorjahreszeitraum vor dem Lockdown. Das deutet darauf hin, dass man den Diabetes auch seltener oder später entdeckt. 

Außerdem in diesem Heft: Erziehungsratgeber Wie Eltern durch die Pubertät kommen +++ Reha-Ansprüche bleiben in Pandemiezeiten erhalten +++ Hände besser desinfizieren statt waschen

> Mehr darüber lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der “Neue Apotheken Illustrierte”