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Interview mit Mirja du Mont: „Nicht immer funktionieren müssen“

Nach harten Zeiten fand Mirja du Mont, Schauspielerin und Moderatorin, wieder zurück in ein gutes Leben. Im Interview mit dem Apotheken Magazin spricht sie über ihre überwundenen Angststörungen und ihre unperfekte Seite.

Angststörungen, Tinnitus, Schwindel: Mirja du Mont ergriff selbst die Initiative, um sich aus dem Kreislauf von Krankheit und Krise zu befreien: „Ich habe mich in meiner Verzweiflung in die Max Grundig Klinik im Schwarzwald einliefern lassen, weil ich mit mir allein nicht mehr klarkam. Sechs Wochen Psychotherapie haben mir schon den Grundstein gelegt. Es folgten anderthalb Jahre Gesprächstherapie und Schwindeltherapie in Hamburg. Danach musste ich wieder mutig werden und mich meinen Ängsten stellen. Wieder Auto und U-Bahn fahren, wieder allein einkaufen gehen, und ich habe mich getraut, wieder in Freizeitparks zu gehen!“ 

Um zurück in ein normales Leben zu finden, sei es wichtig, sich „einer sich selbst auferlegten Perfektion“ zu stellen. „Das Problem ist, dass es Perfektion zum Glück nicht gibt! Ich wollte es schon in jungen Jahren allen recht machen. Wenn Lehrer meinen Eltern sagten, dass ich irgendwas in der Schule nicht können werde, habe ich mich so angestrengt, ihnen das Gegenteil zu beweisen. Meiner Mutter wollte ich immer den Haushalt recht machen und meinem Vater zeigen, dass ich nicht ängstlich war. Das hat sich so durch mein ganzes Leben gezogen. Auch in meinen Jobs hab‘ ich immer alles gegeben und alles auf einmal angenommen.“ Heute habe sie gelernt, Aufträge hintereinander wegzuarbeiten.  

Die schwere Zeit habe auch für ihre Kinder einen positiven Effekt gebracht. Für meine Kinder war es wichtig zu sehen, dass ihre Mutter nicht perfekt ist und es okay ist, nicht immer funktionieren zu müssen.“ 

Außerdem in diesem Heft: Sorglos und barrierefrei reisen +++ Zecken richtig entfernen +++ Pro & Contra: Abnehmen mit Shakes

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