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Eine gute Nacht!

Bei Schlafproblemen wünschen sich viele Menschen eine einfache Lösung. Welche Medikamente es gibt, wann sie sinnvoll sind und welche Gefahren drohen, erklärt Apothekerin Ina Bartels in der aktuellen Ausgabe des Apotheken Magazins.

Bartels ist es wichtig, darauf hinzuweisen, dass Medikamente nur bei echten Schlafstörungen eingesetzt werden. Zwischen „schlecht geschlafen“ und Schlafstörungen gebe es große Unterschiede. Von einer Schlafstörung spricht man, wenn über drei Monate hinweg an mindestens drei Tagen pro Woche Probleme beim Ein- oder Durchschlafen bestehen. „Rezeptpflichtige Schlafmittel wie Benzodiazepine und Z-Substanzen sollten nur über einen kurzen Zeitraum von etwa zwei bis vier Wochen eingenommen werden, da die Gefahr einer Abhängigkeit besteht“, so Bartels. Danach gelte es, langsam auszuschleichen, damit es nicht erneut zu Schlafstörungen kommt.

Auch sogenannte Antihistaminika kommen zum Einsatz. „Sie sollten aber ebenfalls nur kurzzeitig und keinesfalls länger als zwei Wochen eingenommen werden, sonst kommt es zu Gewöhnungseffekten“, weiß die Apothekerin. „Außerdem muss man berücksichtigen, dass Antihistaminika eine lange Wirkdauer haben und sie unter Umständen am nächsten Tag zu Müdigkeit und einem eingeschränkten Reaktionsvermögen führen können. Viele Antihistaminika wie Doxylamin sind in der Apotheke zwar ohne Rezept erhältlich, das bedeutet nicht, dass sie frei von Nebenwirkungen sind. Bei der Einnahme können unter anderem Schwindel, Seh- oder Herzrhythmusstörungen auftreten.“

Bei leichten Ein- und Durchschlafproblemen haben sich laut Bartels pflanzliche Präparate mit Baldrian – auch in Kombination mit Hopfen – und Lavendelöl hervorgetan.

Außerdem in diesem Heft: Atemprobleme: Plötzlich ohne Luft +++ Interview mit Philipp Lahm: „Der sportliche Ehrgeiz ist noch da“ +++ Ein Stoma ist auch eine Chance

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