Hebel-Apotheke, Center-Apotheke, Schlössle-Apotheke

Diese Blüten heilen

Blumen begeistern durch farbenprächtige Blüten – Heilpflanzen stehen ihnen oft in nichts nach. Ihr zusätzliches Plus: Bei manchen dieser Schönheiten steckt auch die Heilkraft in der Blüte. Das Apotheken Magazin stellt in seiner aktuellen Ausgabe die wirksamsten vor. Hier drei Beispiele. 

Der Purpursonnenhut Echinacea purpurea gilt als Inbegriff für natürliche Mittel, die die Abwehrkräfte stärken. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass er bei Infekten der oberen Atemwege die beste Wirkung entfaltet, wenn er gleich zu Beginn zum Einsatz kommt. Dann lindert er die Symptome und verkürzt die Dauer der Erkrankung, will heißen: Die Erkältung verläuft milder und geht schneller vorüber. In der Apotheke gibt es zu diesem Zweck spezielle Presssäfte aus der frischen Pflanze einschließlich der Blüten. Neben dem Purpursonnenhut finden sich auch andere Echinacea-Arten in der Pflanzenheilkunde, zum Beispiel der blassblütige sowie der schmalblättrige Sonnenhut. Sie sollen ebenfalls das Immunsystem stärken können, sind aber wissenschaftlich weniger gut erforscht als ihr purpurroter Verwandter. 

Die violetten Farbtöne des Lavendels sind eng mit der Landschaft der Provence in Frankreich verknüpft. Dort bauen die Menschen den Lavendel auf großen Feldern an, um an das ätherische Öl der Blüten zu kommen. Weil es angenehm duftet, verwenden es die Seifen- und Parfüm-Hersteller gerne in ihren Produkten. Auch in der Naturheilkunde haben die Blüten seit Jahrhunderten ihren Platz gegen Schlafprobleme und Unruhe. In der Apotheke gibt es Kapseln mit dem ätherischen Öl oder Badezusätze. Man kann aus den Blüten jedoch auch einen Tee zubereiten. Das wussten schon unsere Großmütter: Ein Lavendelsäckchen unter dem Kopfkissen soll den Schlaf verbessern. Hierfür benötigt man eine Handvoll getrocknete Lavendelblüten, die in einen kleinen Stoffbeutel eingenäht werden. 

Im Sommer leuchten hierzulande an vielen Wegesrändern die gelben Blüten des Johanniskrauts. Charakteristisch sind kleine dunkle Punkte am Rand der Blütenblätter. Zerreibt man die Blüten zwischen den Fingern, erscheint die austretende Flüssigkeit aber nicht gelb, sondern rot, was an dem Inhaltsstoff Hypericin liegt. Ob er auch für die antidepressive Wirkung des Johanniskrauts mit verantwortlich ist, konnten Forscher bisher nicht gänzlich entschlüsseln. Sie gehen von einem Zusammenspiel vieler Substanzen der Pflanze aus. Nachgewiesen wirksame Extrakte gewinnt man aus den zur Blütezeit geernteten und dann getrockneten Zweigspitzen mit Blüten, Blättern und Stängeln. 

Außerdem in diesem Heft: Welcher Diabetestyp sind Sie? +++ Interview mit Wolfgang Niedecken: „Ich denke noch lange nicht ans Aufhören“ +++ Was tun bei Lieferengpässen von Arzneimitteln?

> Mehr darüber lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Apotheken Magazins