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Diabetes-Pflanzen mit Wirkung

Viele Pflanzen besitzen Inhaltsstoffe, die bei Typ-2-Diabetes helfen können. Hans Lauber, selbst Diabetiker und Buchautor, hat sich mit ihnen beschäftigt. In der aktuellen Ausgabe des Apotheken Magazins erklärt er, was sie können und wo die Grenzen ihrer Heilkraft liegen.  

Lauber kennt eine Menge „Schlankmacherpflanzen“, wie er sie nennt: so etwa Topinambur. Sie enthält den unverdaulichen Ballaststoff Inulin, hat deshalb wenig Kalorien, unterstützt die guten Darmbakterien und verzögert so die Aufnahme von Kohlenhydraten ins Blut. Für Diabetiker zur Glättung der Blutzuckerspiegel ein großer Vorteil. Auch Leinsamen oder die Erdmandel punkten mit vielen Ballaststoffen und haben für Lauber einen festen Platz im Ernährungsplan.  

Ein weiterer wichtiger Aspekt bei Diabetes ist die verminderte Insulin-Empfindlichkeit. Hier setzen einige Diabetes-Medikamente an, darunter eines der bekanntesten, das Metformin. »Ich habe in meinen Diabetes-Gärten immer auch versucht, die Wirkstoffe, die es als Medikamente gibt, in ihrer natürlichen Form zu zeigen«, sagt Lauber. »Und Metformin ist im Prinzip nichts anderes als chemisch-pharmazeutisch umgebaute Geißraute.« Da die Pflanze jedoch auch giftige Alkaloide enthält, darf sie in ihrer natürlichen Form nicht verwendet werden. Sie teilt sich ihren Platz im Beet mit Bittergurke und Zimt, die beide in Studien einen leichten Effekt auf den Zuckerstoffwechsel zeigen konnten. Außerdem steht da Laubers persönlicher Superstar, der Bockhornklee. Laubers Einschätzung: Seine Inhaltsstoffe würden die Insulinfreisetzung ankurbeln.  

Aber auch für die Verbesserung der Wundheilung und gegen Depressionen sind Kräuter gewachsen. Lauber sieht hier Vorteile mit der Nutzung von Arnika, Ringelblume oder Beinwell, die Psyche lässt sich mit Johanniskraut günstig beeinflussen. 

Außerdem in diesem Heft: Zwischen Genuss und Sucht: Der richtige Umgang mit Alkohol +++ Promi-Interview: Max Giesinger macht „digitalen Detox“ +++ Cybermobbing: Attacke aus dem Netz

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