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Das goldene Dreieck der Heuschnupfen-Therapie

Frühling: Jetzt schicken wieder viele Pflanzen ihre Pollen mit dem Wind auf Reisen. Mit Konsequenzen für Heuschnupfen-Allergiker. Um die Leidenszeit erträglich zu machen, sollten Betroffene rechtzeitig therapieren. Die Neue Apotheken Illustrierte verrät in ihrer aktuellen Ausgabe, wie es geht.

Macht sich der Heuschnupfen bereits im Kindes- und Jugendalter bemerkbar, sollte die Behandlung unter ärztlicher Kontrolle erfolgen. Das gilt auch für Erwachsene, vor allem wenn sich die Symptome von Jahr zu Jahr verstärken oder immer länger anhalten. Grund hierfür ist zum einen der mögliche Etagenwechsel. Bei etwa einem Drittel der Pollenallergiker »rutscht« das entzündliche Geschehen in die tieferen Atemwege und verursacht ein allergisches Asthma mit zum Teil massiver Atemnot. Zum anderen können sich nach einiger Zeit sogenannte Kreuzreaktionen mit bestimmten Lebensmitteln ausbilden, sodass diese fortan nicht mehr vertragen werden.

Die Therapie für Pollenallergiker bewegt sich in einem »goldenen Dreieck«. Das heißt: Die Pollen meiden, geeignete Arzneimittel einsetzen und wenn möglich eine Hyposensibilisierung beginnen. Letzteres ist eine ursächliche Therapie, die Allergie-Symptome zum Verschwinden bringen kann. Durch die Hyposensibilisierung stellt sich das Immunsystem um und wird gegenüber dem Allergen tolerant.

Antihistaminika haben sich in der Arzneimitteltherapie bei Allergien bewährt. Die Wirkstoffe gibt es als Nasensprays und Augentropfen und wirken innerhalb von Minuten. Als Tabletten oder Saft geschluckt setzt die Wirkung innerhalb einer Stunde ein. Manche Arzneimittel können müde machen, deshalb nimmt man sie abends ein. Cetirizin und Loratadin, zwei altbewährte Wirkstoffe aus dieser Gruppe, beziehungsweise die davon abgeleiteten Levocetirizin und Desloratadin gibt es seit einiger Zeit ohne Rezept in der Apotheke.

Schnell helfen auch abschwellende Nasentropfen und -sprays. Die Nase gewöhnt sich aber nur allzu leicht an den Effekt, deshalb ist der Einsatz auf maximal fünf Tage begrenzt. Sie bekämpfen die Allergie außerdem nicht ursächlich, sondern lindern lediglich die Symptome.

Vorbeugend stehen die Wirkstoffe Cromoglicinsäure oder Nedocromil zur Verfügung. Sie verhindern, dass der Körper Histamin freisetzt. Betroffene müssen sie mindestens zwei Wochen vor der Pollensaison einsetzen und so lange und regelmäßig nehmen, wie die Pollen fliegen. Besonders effektiv gegen allergischen Schnupfen wirken Nasensprays mit Kortison-ähnlichen Wirkstoffen. Sie kommen bei stärkeren Beschwerden zum Einsatz und können nach ein paar Tagen Anlaufzeit die Allergie nahezu vollständig unterdrücken. Präparate für Erwachsene gibt es rezeptfrei in der Apotheke.

Außerdem in diesem Heft: Diabetes geht auf die Knochen +++ Guter Apothekenservice dank schneller Daten +++ Interview mit Bundesernährungsministerin Julia Klöckner zum Nutri-Score

> Mehr darüber lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der “Neue Apotheken Illustrierte”