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Autounfall durch Medikamente?

Es existiert keine allgemeingültige Regel, wann man sich nach der Einnahme von Medikamenten hinters Steuer setzen darf. Vielmehr ist jeder Fahrer selbst dafür verantwortlich, die eigene Verkehrstüchtigkeit zu prüfen. Die Redaktion der Neuen Apotheken Illustrierten hat für ihre aktuelle Ausgabe recherchiert, bei welchen Medikamenten es Probleme geben könnte.  

Schlaftabletten und Beruhigungsmittel bilden eine schlechte Grundlage, um viele Pferdestärken zu kontrollieren. Im Blut tödlich verunglückter Autofahrer wiesen Forscher nach Alkoholgenuss am häufigsten Benzodiazepine nach. Diese starken Beruhigungsmittel wirken einerseits dämpfend, auf der anderen Seite aber auch angstlösend, wodurch sich die Risikoeinschätzung verschlechtert. Manche Benzodiazepine beeinträchtigen noch viele Stunden nach der Einnahme die Reaktionsfähigkeit. Besonders in höherem Alter dauert der Abbau von sedierenden Wirkstoffen oft länger. 

Bestimmte Antidepressiva und Mittel gegen Schizophrenie wirken ebenfalls dämpfend. Gleiches gilt für Opioidanalgetika, also sehr starke Schmerzmittel. Hier ist vor allem die Anfangsphase der Behandlung kritisch, denn der Körper muss sich erst an die Wirkstoffe gewöhnen. Mit der geeigneten Dosierung steht einer Autofahrt dann in der Regel nichts mehr im Wege – vorausgesetzt der Arzt gibt grünes Licht. Schmerzmittel, die muskelentspannend wirken, beeinflussen ebenfalls das zentrale Nervensystem. Daher sollte auch hier das Fahrzeug erst einmal stehen bleiben.  

Nach einer Augenuntersuchung, für die die Pupillen mittels Tropfen geweitet werden, sollte man sich auf jeden Fall von einer Person des Vertrauens nach Hause bringen lassen. Augensalben verschlechtern den Durchblick nach dem Auftragen ebenfalls. Daher empfiehlt es sich, sie vor dem Schlafengehen anzuwenden.

Diabetiker werfen vor Fahrtantritt am besten immer ein Auge auf ihren Blutzuckerspiegel, denn eine Unterzuckerung kann im schlimmsten Fall zur Bewusstlosigkeit führen. Kreislaufbeschwerden können außerdem auch durch zu hoch dosierte Blutdrucksenker entstehen. 

Außerdem in diesem Heft: Beim Herzrhythmus im Takt bleiben +++ Blutzucker: Achtung bei Infekten +++ Beauty-Präparate sind eine Sache des Hauttyps

> Mehr darüber lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der “Neue Apotheken Illustrierte”